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Regelwerk Boxen

Inhaltsverzeichnis

Einleitung
§ 1 Allgemeines
§ 2 Art der Veranstaltung
§ 3 Start und Veranstaltungsgenehmigungen
§ 4 Meisterschaften und Turniere
§ 5 Deutsche Einzelmeisterschaften
§ 6 Georg – Dietrich – Gedächtnis – Pokal
§ 7 Pokal für den erfolgreichsten LV bei den Deutschen
Einzelmeisterschaften der Jugendklassen
§ 8 Deutsche Mannschaftsmeisterschaften
§ 9 Länderkämpfe
§ 10 Teilnahme an Wettkämpfen
§ 11 Vereinswechsel
§ 12 Ausländer und Staatenlose
§ 13 Altersklassen
§ 14 Leistungsklassen
§ 15 Amateureigenschaften
§ 16 Kämpferziehung
§ 17 Scheinname und Werbung
§ 18 Der Ring
§ 19 Kampfbekleidung - Handschuhe - Bandagen - Mundschutz - Kopfschutz
§ 20 Ärztliche Untersuchung und Betreuung
§ 21 Gewichtsklassen
§ 22 Gewichtskontrolle
§ 23 Auslosung
§ 24 Kampfrunden
§ 25 Sekundanten
§ 26 Kampfgericht
§ 27 Schiedsgericht und Delegierter
§ 28 Ringrichter
§ 29 Punktrichter
§ 30 Zeitnehmer
§ 31 Protokollführer und Ringsprecher
§ 32 Entscheidungen
§ 33 Punktwertungen
§ 34 Verbotene Handlungen und unsportliches Benehmen
§ 35 Schutzbestimmungen
§ 36 Proteste
§ 37 Zweifelhafte Fälle
§ 38 Verstöße gegen die WB

Einleitung

Die Satzung und die Ordnungen (Wettkampfbestimmungen (WB)) des DBV sind für die Landesverbände (LV) sowie deren Vereine und ihre Mitglieder rechtsverbindlich.

Die Auslegung und Änderung der WB ist Aufgabe des Wettkampfausschusses im engen Zusammenwirken mit dem Leistungssportausschuss und liegt in besonderer Verantwortung des Kampfrichterausschusses in Abstimmung mit dem Technischen Ausschusses des DBV.

Änderungen der WB sind entsprechend der Satzung des DBV vorzunehmen.

Änderungen und Ergänzungen, die durch Beschlüsse der AIBA notwendig werden, sind vom Kampfrichterausschuss durch Veröffentlichung umzusetzen und dem  darauf folgenden Kongress zur Information vorzulegen.

In den Wettkampfbestimmungen wird grundsätzlich das generische Maskulinum verwendet. Wenn es sich eindeutig um eine oder mehrere männliche oder weibliche Personen handelt, wird hingegen das spezifische Genus verwendet.

§1 Allgemeines

  1. Alle vom DBV, seinen Landesverbänden (Untergliederungen) und ihren Vereinen veranstalteten Wettkämpfe des olympischen Boxsportes sind nach den vom DBV anerkannten Regeln der AIB
  2. Bestandteil der WB sind die aktuelle Anti-Doping-Ordnung (ADO) des DBV, der WADA -Code und der NADA-Code, die Missed-Test-Policy sowie die zugehörigen Ausführungsbestimmungen in ihrer jeweils gültigen Fassung.A und den Vorschriften dieser  Wettkampfbestimmungen durchzuführen.
  3. Der DBV und alle Vereine in seinem Bereich sind verpflichtet, Ihren Mitgliedern die WB zur Verfügung zu stellen.

§2 Art der Veranstaltungen

Veranstaltungen können lokaler, nationaler oder internationaler Art sein.

  • Lokale Veranstaltungen sind solche, an denen Mitglieder von zwei oder mehreren Vereinen desselben LV teilnehmen.
  •             Nationale Veranstaltungen sind solche, an denen Teilnehmer aus verschiedenen LV starten.
  •             Internationale Veranstaltungen sind solche, an denen Vereine oder Verbände verschiedener Nationen teilnehmen.

§3 Start- und Veranstaltungsgenehmigungen

  1. Veranstaltungen dürfen nur durch den DBV, den LV, ihren Untergliederungen (Kreise, Bezirke) und ihren Vereine durchgeführt werden.
  2. Die Versicherungspflicht von Veranstaltungen obliegt demjenigen, der die       Veranstaltung ausrichtet. Verletzungen bezüglich der Verkehrssicherungspflicht einer Veranstaltung können mit einer Strafe von 100.00 € bis 1000.00 € und/oder einer Sperre bis zu 6 Monaten geahndet werden. Die Geltendmachung von weiteren Schadensersatzansprüchen der    Betroffenen bleibt davon unberührt.
  3. Sämtliche Veranstaltungen bedürfen der Genehmigung des zuständigen LV. Das Gleiche gilt für alle Starts außerhalb des Landesverbandsbereiches. Die        Genehmigung ist für Veranstaltungen im eigenen LV mindestens 14 Tage vorher, für Veranstaltungen mit Vereinen fremder LV und für Starts außerhalb    des eigenen LV mindestens 21 Tage vor der Veranstaltung oder dem Start schriftlich zu beantragen. Etwaige interne Regelungen der LV bleiben hiervon unberührt.
  4. Anträge auf Genehmigung internationaler Veranstaltungen und Starts sind      unter Beachtung der geltenden Richtlinien für den  internationalen Sportverkehr ebenfalls 21 Tage vorher durch den LV schriftlich dem DBV vorzulegen. Von allen Vereinen in den LV im DBV können grundsätzlich Boxveranstaltungen durchgeführt werden, die nach den Kriterien des Kleinen Grenzverkehr Anwendung finden. Darunter sind nationale Boxveranstaltungen zu verstehen, an denen auch Boxer aus dem benachbarten Ausland teilnehmen (der Einsatz der Kampfrichter wird vom zuständigen KO festgelegt). Wird eine Boxveranstaltung durchgeführt, in der ausländische Boxer aus dem benachbarten Ausland zu einem Vergleichskampf oder Turnier antreten, müssen die Kriterien für eine internationale Veranstaltung Gültigkeit haben, deshalb müssen Kampfrichter mit internationaler Lizenz des DBV oder   AIBA- Kampfrichter amtieren. Für diese internationalen Veranstaltungen im zuständigen LV oder die Teilnahme an Wettkämpfen im benachbarten Ausland der Bundesrepublik Deutschland kann eine Jahreslizenz für den sogenannten Kleinen Grenzverkehr vom DBV erworben werden entsprechend der Gebührenordnung des DBV. Die Jahreslizenz hat eine Gültigkeit von 364 Tage über das Kalenderjahr hinaus. Der beabsichtigte Einsatz von internationalen Kampfrichtern des DBV sowie von AIBA-     Kampfrichtern des DBV zu internationalen Veranstaltungen und Starts der LV oder ihren Vereinen im EU Gebiet und darüber hinaus obliegt ausschließlich dem Kampfrichter-Obmann des DBV (KO DBV).
  5. Nach jedem Auslandsstart ist über den LV ein schriftlicher Ergebnisbericht  innerhalb von 21 Tagen nach Rückkehr an die Geschäftsstelle des DBV zu senden. Wird der Bericht nicht angefertigt, ist eine weitere Veranstaltung oder ein Start nicht zu genehmigen.
  6. Für die Genehmigung von Veranstaltungen werden die vom LV und dem DBV festgelegten Gebühren erhoben. Diese Gebühren sind mit Antragstellung zu überweisen.
  7. Werden genehmigte Veranstaltungen und Starts verlegt, so bedürfen sie einer erneuten Genehmigung. Die bereits gezahlten Gebühren werden in Anrechnung gebracht. Erfolgt die Verlegung nicht innerhalb von sechs    Monaten, dann verfallen die gezahlten Gebühren.
  8. Mit der Veranstaltungsmeldung gilt zugleich das Kampfgericht als angefordert, der zuständige KO nominiert die Kampfrichter.
  9. Um das Interesse der Öffentlichkeit am olympischen Boxsport zu fördern, kann der DBV bei von ihm benannten Veranstaltungen Profikämpfe unter bestimmten Bedingungen zulassen. Das Gleiche gilt für Wettkämpfe von   Sportlern des DBV im Rahmen von Berufsboxveranstaltungen. 
    Bei Wettkämpfen von Sportlern des DBV wird nach den Regeln der WB geboxt. Das Kampfgericht wird durch den KO des DBV nominiert. Kämpfe oder Schaukämpfe, bei denen der Gegner ein Berufsboxer ist, sind verboten.
  1. Der Veranstalter hat dafür Sorge zu tragen, dass jederzeit Dopingkontrollen vor, während und nach der Veranstaltung durchgeführt werden können. Er hat dafür die notwendigen Räumlichkeiten vorzuhalten.
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